
Was ist Audituran?
Audituran- Die Wortschöpfung „audituran“ (siehe Definition weiter unten) bezieht sich zunächst auf „hören“ (lateinisch „audire“) und „wagen“ (lateinisch „audere“), vielleicht assoziativ auch auf „wagemutiges hören“? sich trauen, sich zutrauen?, sich anmaßen? riskieren? Damit verbinden wir ein „akustisches“ Senden von Signalen, Schall, von Geräuschen – und eine Sinneswahrnehmung, eine auditive, „aurale“ oder akustische Wahrnehmung durch Schall, Schwingungen von Natur und Lebewesen und zielen aber auch auf die verantwortungsbewusste Steuerung von menschengemachten Geräuschen der Schallverursacher, um Leid, Diskriminierung oder (auch psychische) Erkrankung (durch Krach) zu verhindern. Was die – nicht durch menschengemachte – Geräusche der Natur angeht (z.B. Donner, Erdbebengeräusche, Sturm, Vulkanausbruch..), so müssen wir diese ertragen und können sie nicht verändern. Aber Krach durch Arbeitslärm, Hundegekläffe und Katzenmiau, Heavy oder Death Metal, Auto Tuning Rennen oder Flugzeuglärm können Menschen beeinflussen und dahingehend verändern, diesen Krach nicht leidvoll ertragen zu müssen. „Wegsehen“ ist durch Augenschließen möglich, „Weghören“ jedoch kaum, auch wenn Ohropax, Earbags, Ohrstöpsel oder Baumarkt-Bügelgehörschutz wertvolle „Dienste“ leisten.
Ein Beispiel zu Veränderungsmöglichkeiten: Wir beschuldigen zu schnell den Hund, wenn er kläfft. Vielleicht sollten Hundehalter ihrem „gestressten“ Hund mal ein artgerechtes Hundeleben ermöglichen: ohne Kette? als Spielgefährte statt Kampfmaschine? mit einer HundeErziehung, die sozial und Umwelt sichere Familien- und Begleithunde formt in einer vertrauens- und respektvollen Gemeinschaft mit ihrem Menschen, mit einem Hundetraining gegen Bellen und Kläffen. Dauerbellen des Hundes ist mit Übungen gegen Gebell abzugewöhnen, TrainingsBeginn schon als Welpe. Was schlagen wir vor bei Discomusik, Fluglärm, Straßenbahn-Schienenlärm…?
Audituran - Lärmschutz – Das ist der Versuch, schützend würdevoll Lärmbelästigten und Lärmgeschädigten zur Seite zu stehen. Denn durch menschengemachten Krach als Lärmbelästigung müssen sie ständig Leid ertragen und werden dadurch verletzt, körperlich physisch und in ihrer Würde als Lebewesen. Es ist Umweltschutz und Naturschutz besonderer Art. Menschen erzeugen Krach. Etliche Geräusche werden zur Qual. Die Opfer sind Mensch und Tier. Und Pflanzen auch? Es kann zur Geräuschüberempfindlichkeit führen, der mildesten Variante. Über Stress, Angstkrankheiten oder krankmachender Krach-Dauerberieselung können ernsthafte Hörschäden auftreten, die nicht selten zu tiefen Depressionen führen, zu Wahnsinn oder auch zum frühen Tod. Eine „auditurane Lebensweise“ könnte sein, dass Menschen bewusster und behutsamer mit der Lautstärke umgehen im Gebrauch von Schall erzeugenden Instrumentarien (Sprache, Musikinstrumenten, Tonaufzeichnungsgeräten, Verkehrsgeräuschen, Werkzeugen, Sportgeräten, Waffen und vielem mehr….).
Meine eigene Wortschöpfung „audituran“ habe ich mir im Oktober 2007 ausgedacht und zwar in Anlehnung an das Wort „naturan“, das von der „Naturan Gesellschaft für friedfertige Lebewesen“ (http://www.naturan.de/) schon vor Jahren kreiert wurde. Audituran….versucht auch darzustellen, dass es Unterschiede gibt zwischen messbarer Lautstärke in Dezibel und wahrnehmbarer Lautstärke im Hinblick auf ein positives, angenehmes Hörerlebnis oder quälenden, krankmachenden Krach als störendes Hörereignis.
Mensch und Tier haben sich einzustellen auf die unangenehmen, angstmachenden Naturgeräusche wie z.B. Donner bei Gewitter, Sturm- und Hagelgeräusche oder Erdbeben- und Vulkan-Ausbruch-Geräusche. Das ist nicht abzuwenden! Es ist Natur, unveränderbar! Aber warum sollen Mensch und Tier denn auch dazu noch zittern und sich erschrecken zum Dauerstress oder genötigt und entwürdigt werden zum Ertragen von Leid und Qual, wenn Rasenmäher, Hechsler oder Laubsauger ohne Schalldämpfer zum Hör-Desaster führen oder die Harley Davidson knattert wie ein Schiffsmotor in Ein-Meter-Distanz? Warum Lärmbelästigung zulassen? Oder nicht abwenden? Warum nicht verhindern, dass ständiges Hundegebell – vermutlich von auch gestressten Hunden, siehe oben – die Nerven überstrapaziert und Angst einjagt, Strassen- und Flugverkehr zum Wahnsinn treiben, laute Klassen in der Schule Schüler wie Lehrer krank machen, Silvesterknaller den Kanarienvogel von der Stange fegen, Militärmanöver Hase und Kaninchen aus ihren Löchern bomben, grölende Fussballfans in U-Bahnen Fahrgäste tyrannisieren, Bauakustik das Trommelfell überreizt, MP3-Player im Bus Aggressionen auslösen, Nachbarschaftslärm schlaflose Nächte bereitet und Unterwasserlärm durch Schiffsmotoren Wale und Delphine desorientieren bis zum Stranden, um nur einiges zu nennen, warum?
Lärmbelästigung ist immer noch ein „Stiefkind“ des Umwelt- oder Naturschutzes oder noch Tabu. Krachopfer und Hörgeschädigte durch Lärm brauchen eine Lobby, Lärmschutz für Menschen und für Tiere! Auditurane Lebensweise ist die Alternative!
hb – Audituran & Lärmschutz
http://audituran.wordpress.com/
Oktober 2007

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